Diese Seite besteht aus dem Kopflogo, der Haupt-Navigation, einer Info-Spalte und dem Inhalt. Es folgen nun zwei unsichtbare Sprungmarken.Sprungmarke 1: zur Haupt-Navigation unserer Internetpräsenz Sprungmarke 2: durch Betätigen dieses Links gelangen Sie zum Inhalt dieser Seite
 
 

Mitglieder-Projekt

Die Geschichte der Vorfahren und der Familie von Anne Frank.
Erweiterung der Dauerausstellung in der Bildungsstätte Anne Frank (Frankfurt am Main)

Multimediale und interaktive Ausstellung

BfK-Mitglied
Ann-Kathrin Rahlwes
Ann-Kathrin Rahlwes. Historical research service.
60389 Frankfurt am Main

[ Kontakt und Leistungsprofil ]   [ Projekt 1 ]

BfK-Arbeitsbereiche: Archiv, Familienforschung

Auftraggeber: Bildungsstätte Anne Frank e.V., Frankfurt am Main

Erbrachte Leistung unseres Mitglieds: Projektplanung, Konzeption, Quellenrecherche, Materialerstellung (Interviews, Texte etc.)

Blick in den Ausstellungsteil zur Familiengeschichte
bis 1933
Foto: © 2014 S. Krawinkel

Besucherin vor der Ausstellungswand zum Thema Emigration und Exil
Foto: © 2016 Bildungsstätte Anne Frank e.V.

Die Ausstellung akzentuiert die Bedeutung von lokalen und biografischen Beispielen für die Vermittlung jüdischer Geschichte in Deutschland: Die Familiengeschichte der Anne Frank, deren Frankfurter Zweig weit in die Zeit des jüdischen Ghettos zurückgeht, soll Jugendlichen und jungen Erwachsenen Einblick in die Lebenswelt Frankfurter Juden vom 18. bis ins 20. Jahrhundert geben. Die Ausstellung richtet sich an SchülerInnen der Sekundarstufe I und II der verschiedenen Schultypen.

Ziel der Ausstellung ist es, Jugendliche für die historisch gewordenen sozialen und politischen Verhältnisse zu sensibilisieren, welche die Lebenswelt und letztlich das Selbstverständnis deutscher Juden und Jüdinnen bestimmten. Das neue Material soll dabei den unterschiedlichen individuellen wie gruppenspezifischen Zugängen gerecht werden: Die Ausstellungstexte haben eine maximale Länge von 500 Zeichen und sind in einfacher Sprache geschrieben, damit wird das sprachliche Niveau und der unterschiedliche historische Kenntnisstand der Zielgruppen berücksichtigt. Die Ausstellungsgestaltung zielt auf eine Vermittlung über mehrere Sinne und bietet neben der multimedialen Visualisierung der Inhalte auch Hands-on Medien: Touch-Screens dienen der Visualisierung von Orten in Frankfurt am Main, die Teil der Lebenswelt der Vorfahren von Anne Frank waren und heute als solche unsichtbar sind. Dabei werden historische mit zeitgenössischen Fotografien kontrastiert und wesentliche Ereignisse im Leben der Familie erzählt. Hands-on Medien wie historische Zeitungen, Stadtpläne und stilisierte Objekte unterstützen die Erzählung der Biografien, die mit den Lebensorten und unterschiedlichen Zeitphasen in Bezug gesetzt werden. Ein sensorgesteuertes Sound- und Hands-on-Objekt in Form eines historischen Telefonapparats gibt Einblick in das Leben von Anne Franks Großmutter, Alice Betty Frank, und ihr Leben zu Beginn der Jahrhundertwende. Das Objekt wurde Telefonapparaten nachempfunden, die Ende des 19. Jahrhunderts entstanden sind und die als Modell für die Objektanfertigung dienten. Zu hören ist ein Auszug aus einem Brief von Alice an ihre vier Kinder, in dem Sie von ihrer Kindheit in Frankfurt, dem Zusammenleben mit ihrer Familie und der Ehe mit Michael Frank berichtet.

Briefumschläge, die als magnetische, dreidimensionale Objekte im Themenbereich Exil und Emigration verortet wurden, können vom Ausstellungsbesucher abgenommen und gelesen werden. Innenliegend befinden sich Auszüge aus Briefen, die sich die Familienangehörigen Anfang der 1930er Jahren geschrieben haben. Zentrales Element der Ausstellung ist ein Zeitzeugeninterview mit Buddy und Gerti Elias, in dem Themen wie Familienleben, Emigration, Antisemitismus und Nachkriegszeit beleuchtet werden.

Wer sich nach dem Ausstellungsbesuch selbst auf Spurensuche begeben möchte, kann sich eine Postkarte aus der Ausstellung mitnehmen, die zu zwei Wohnorten der Familie Frank in unmittelbarer Umgebung der Bildungsstätte Anne Frank führt.

Das Projekt wurde unterstützt von: Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft", Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main,

Projektzeitraum: Erarbeitungsphase: 2012 bis 2014. Laufzeit der Ausstellung: Juni 2014 bis März 2017

Projektpartnerinnen:
Ricarda Wawra, 63067 Offenbach am Main (Inhaltliche und didaktische Konzeption)
Dipl.-Des. Sandra Krawinkel, 63071 Offenbach am Main (Ausstellungskonzeption & -gestaltung, Objektanfertigungen)